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LuX – das Making-Of

LuX – das Making-Of

Achtung: Dieser Artikel enthüllt die Geheimnisse der großen Sommershows.

Der Turm zum Himmel

„Traum der Baumeister des 14. Jahrhunderts“

Place du Château

Dieses Jahr dienen nicht mehr die Mauern des ehrwürdigen Münsters als Projektionsfläche, dieses Jahr schauen wir in den Himmel! Auf einem 400m² großen, dünnen Gewebe über dem Schlossplatz (place du château) spielt sich die Geschichte der Turmspitze und ihrer Baumeister ab.

Vom 14. Bis 15. Jhd. war der Schlossplatz eine einzige Baustelle mit dem Ziel, auf dem Münster die schönste und höchste Turmspitze zu errichten.

Ob Genie oder Wahnsinn, dieses Bauvorhaben ist eines der ehrgeizigsten und außergewöhnlichen Projekte seiner Zeit.

Die Arbeiter bearbeiten jeden Stein, schmieden jedes Stück Eisen, erfinden neue Hebevorrichtungen und Baugerüste… bis sie tatsächlich diesen kolossalen Traum verwirklichen: den Turm des Münsters so hoch zu bauen, bis er schließlich mit der Spitze den Himmel berührt.

Die Turmspitze ist das Projekt der Bauherren Ulrich und Hültz, aber die Fertigstellung des Unterfangens gelingt Hültz, gemeinsam mit seiner Tausendschar an Bauarbeitern.

Die Erzählung zwischen Traum und Wirklichkeit über dem Schlossplatz spielt sich in folgenden Bildern ab:

  • Die Turmspitze, von der ersten Skizze bis zur technischen Zeichnung
  • Der Traum eines Architekten; das Streben des Menschen, über sich hinaus zu wachsen; der Größenwahnsinn
  • Die Bauarbeiter des Schlossplatzes – einzeln und gemeinsam
  • Ein Kulturerbe - in Stein gemeißelt und im Himmel verankert

In den verschiedenen Bildern sehen Sie:

  • den 4 Meter großen Bauplan aus dem 14. Jahrhundert (zu besichtigen im Museum Œuvre Notre-Dame)
  • Tuschezeichnungen
  • das bahnbrechende Konzept der Pyramide mit acht Seiten, was die traditionellen Ein-Treppen-Projekte ablöst – dieser neue, einzigartige Aufbau verschiebt die technischen Grenzen der Zeit
  • die Anpassung an die Jahreszeiten: im Winter arbeiten die Steinmetze und Schmiede in den Werkstätten des Fronhof, im Sommer arbeiten sie hoch oben auf Gerüsten, Kränen und Übergängen, die sich mit dem Bauwerk in den Himmel schieben
  • die Steinmetzzeichen – eine Art Fingerabdruck der wichtigsten Berufsgruppe der Baustelle. Jeder hatte sein eigenes Zeichen, das wahrscheinlich vom Bauherren/Architekten nach vier oder fünf Jahren Berufsausbildung zugewiesen wurde. Etwa 1600 Steinmetze haben so ihre Spuren auf den Steinen des Münsters hinterlassen.

DAS ZEITALTER DER AUFKLÄRUNG

Barrage Vauban

Diese Show feiert das menschliche Genie des 18. Jahrhunderts:

Entdeckungen und Kunst, Architektur und Erfindungen der Aufklärung verwandeln das Vauban-Wehr in eine Zeitmaschine.

Zu Bach, Vivaldi und Elektromusik entfalten sich auf dem Bauwerk die verschiedenen Bilder und nehmen Sie mit in das Zeitalter der Aufklärung.

Straßburg und das 18. Jahrhundert

Ende des 17. Jahrhunderts wird Straßburg wieder Französisch. Der französische Einfluss wird mehr und mehr sichtbar durch Zugezogene, die „le bon goût“, den guten Geschmack, des Hofes in Versailles mitbringen. 1704 wird ein Prinz der Familie Rohan Bischof der Stadt. Das 18. Jahrhundert ist eine Zeit des Wohlstandes in Straßburg.

Ein neuer Stadtentwurf rückt den französischen Stil in den Vordergrund, Promenaden wie die der Orangerie oder des Botanischen Gartens werden angelegt. Die Universität zählt 4000 Studenten, einige kommen aus Deutschland, Skandinavien, Russland, den Niederlanden und Großbritannien. Medizin und andere akademische Fächer sind sehr angesehen.

Erfindungen wie die der Dampfmaschine und des Flügeltelegrafes der Brüder Chappe prägen die Zeit.

Große Feste beleben die Stadt: der Besuch von Ludwig XIV., die Feste auf der Ill, ein besonderes Konzert von Wolfgang Amadeus Mozart…

Zahlreiche Stadtpalais werden errichtet, so der Palais Rohan, das Gebäude des heutigen Lycée Fustel de Coulanges, das Gebäude des Grand Séminaire (rue des Frères), das Hotel Livio (rue du Dôme), der Hanauer Hof (heutiges Hôtel de Ville), der Palais du gouverneur militaire (rue Brûlée), das Hôtel d’Andlau, die Maison de l’Homme de Fer sowie die Aubette.

In den verschiedenen Bildern sehen Sie:

  • Parks und Gärten, darunter die Orangerie
  • Dekorative Dinge, die damals beliebt waren: Marmor, Vergoldung, Wandtäfelungen, Steingut
  • die Enzyklopädien von Diderot und d’Alembert
  • verschiedene Erfindungen

DIE NEUSTADT

Palais Universitaire

Der Universitätspalast ist das Symbol der neuen Straßburger Universität im Deutschen Kaiserreich nach der Annexion, ein Symbol für Macht und Wissen, ein wahrer Tempel der Erkenntnis im Stile der Neo-Renaissance.

Die Neustadt besteht nicht nur aus der Imperialen Achse, sondern aus unzähligen Gebäuden mit verschiedenen und oft sehr organischen Stylen.

Das Interesse für die ästhetischen und wissenschaftlichen Aspekte der Botanik rückt die Natur in den Fokus der Gestalter und Entscheider der damaligen Zeit. Der Kaiser veranlasst zum Ausdruck seiner Macht, monumentale Bäume pflanzen zu lassen: die Ginkgo biloba, Symbol für Langlebigkeit und Stärke. Die 1880 gepflanzten Exemplare waren ein Geschenk des japanischen Kaisers Mutsuhito an Kaiser Wilhelm I. von Preußen.

Der Ginkgo biloba ist ebenfalls das (heimliche) Wahrzeichen der Goethestadt Weimar.

In den verschiedenen Bildern sehen Sie:

  • Die Platonischen Körper in einer vom manieristischen Goldschmied Wenzel Jamnitzer inspirierten bildlichen Umgebung.
  • Jeder Körper repräsentiert ein Element: das Oktaeder die Luft, das Hexaeder die Erde, das Tetraeder das Feuer, das Ikosaeder das Wasser, das Dodekaeder das Universum.
  • Eine interstellare Reise vorbei an Kometen, Meteoriten, Sterne und Nebel.
  • Das alte Ägypten, nicht zuletzt wegen der ortsansässigen Fakultät für Archäologie und einem Gebäude mit ägyptischer Verzierung vom Architekten Franz Scheyder.
  • Die Hauptachsen der Neustadt.